Cakedefi – mit Krypto passiv verdienen

Es vergeht kaum ein Tag wo in den Medien nicht über Bitcoin, Ethereum und Co. berichtet wird. So langsam aber sicher kommt das Thema Krypto in den Mainstream an und damit einhergehend dezentralisierte Finanzanwendungen (dezentralized finance oder kurz Defi). Seit Februar 2021 bin ich auf der Plattform Cakedefi* angemeldet und verdiene dort mit meinen Kryptoassets weitgehend passiv Geld. In diesem Beitrag möchte ich dir die Plattform mit seinen Services vorstellen und auch auf meine Anlagestrategie eingehen. Wie sagt man im englischsprachigen Raum so schön. „Der Beitrag dient rein zur Unterhaltung“. Da ich selbst investiert bin kann ich zwar versuchen möglichst objektiv zu berichten. Kann das aber nicht sicherstellen. Mache dir also bitte deine eigenen Gedanken bevor du dein Geld investierst.

Was ist Cakedefi?

Cakedefi* ist eine Plattform und Custodian Wallet die Nutzern den Zugang zu verschiedenen dezentralisierten Finanzdienstleistungen auf der Defichain Blockchain bietet. Defichain wird wiederum von der Defichain Foundation entwickelt bietet aber gleichzeitig Zugang für unabhängige Entwickler. Sowohl hinter Defichain als auch Cakedefi stecken die beiden Gründer Dr. Julian Hosp und U-Zyn Chua. Cakedefi hat seinen Firmensitz in Singapur und wurde Anfang 2019 gegründet. Nach eigener Aussage hat man, Stand Mai 2021, bereits 100.000 Nutzer und möchte bis Ende des Jahres die Anzahl der Nutzer auf 1.000.000 steigern.

Welche Services bietet Cakedefi

Lapis (Lending)

Lapis ist eine Art Schichtkuchen und ist sehr beliebt in Malaysia, Indonesien und Singapur. Lapis bei Cakedefi istes sich ein Lending-Service. Man verleiht seine Kryptowährung für eine bestimmte Zeit und erhält im Gegenzug dafür Zins. Cakedefi* erlaubt den Verleih von Bitcoin, Ether und US Tether. Der Garantiezins beträgt 5% p.a.. Sollten im Anlagezeitraum bestimmte Kursziele der entsprechenden Kryptowährung überschritten werden so kann man bis zu 7.5% p.a bzw. bei Tether 8% p.a. an Zinsen erhalten. Die Anlage erfolgt Batchweise für 30 Tage. Man kann seine Kryptoassets automatisch wieder anlegen lassen und profitiert so vom Zinseszins.

Lending (Lapis) bei Cakedefi

Liquidity Mining

Beim Liquidity Mining* stellt man seine Coins, zum Beispiel Bitcoin , einem Pool zur Verfügung. Dies erfolgt immer paarweise mit dem Defichaincoin, kurz DFI. Warum das Ganze? Nun ja der Austausch zwischen den einzelnen Kryptowährungen erfolgt über eine dezentrale Börse (DEX). Als User sorgst man so damit, dass immer genügend Coins in der Börse vorhanden sind. Zur Belohnung erhält man anteilig Erlöse aus den Handelsgebühren der Börse. Diese sind übrigens sehr attraktiv. Während ich gerade diesen Blogpost schreibe erhält man für die Paarung Bitcoin-Defi 89.9% Rewards pro Jahr auf seine Einlage. Das ist schon phänomenal. Liquidity Mining kann man neben Bitcoin auch mit Ether, US Tether, Litecoin, Bitcoin Cash und dem Dogecoin betreiben. Die Rewards aus dem Liquidity Mining werden aller 12 Stunden ausgezahlt.

krasse Renditen durch Liquidity Mining

Staking

Die Konsensbildung wer den nächsten Block bilden darf erfolgt bei Defichain im Gegensatz zu Bitcoin über die Methode „Proof of Stake“. Beim Staking stellt man sein Kapital einer Masternode zur Verfügung. Die Auszahlung der Stakinggebühren erfolgt aller 12 Stunden und ist wie das Liquidity Mining sehr attraktiv. Aktuell kann man Defichain* und Dash staken.

Freezer

Als ein tolles Bonus-Feature gibt es die Möglichkeit bei Cake* seine DFI einzufrieren. Je nach dem wie lange man sie einfriert wird man mit Rabatt auf die Staking-Gebühren belohnt. Friert man seine DFI zum Beispiel für 10 Jahre ein so erhält man einen Bonus von 85%. Wer sich nicht so lange festlegen möchte kann seine DFI auch nur einen Monat, 6 Monate, ein Jahr usw. einfrieren. Der Rabatt sinkt entsprechend ab.

Cakedefi Freezer

Wie du im Bild oben erkennen kannst habe ich aktuell 3,91 DFI nicht eingefroren. Wenn ich sie für 10 Jahre einfrieren würde so bekäme ich jetzt darauf 120,74% Rendite pro Jahr. Das Schöne ist, dass man die Renditen genauso wie die Staking-Fees zweimal täglich ausgezahlt bekommt.

Geplante Services

Cakedefi* möchte ein One-Stop-Shop für den Bereich dezentrale Finanzen werden. Noch dieses Jahr soll es so zum Beispiel eine Mobile App für Cakedefi geben. Außerdem plant man die Einführung von synthetischen Aktien ab etwa Mitte des Jahres. Das bedeutet der Cakedefi-Nutzer kauft keine echten Aktien sondern Aktienderivate, die den Kurs der Aktie nachbilden.

Ein- und Auszahlen

Über das Menüs der Assetansicht gelangt man zum Kaufen Untermenü. Mit Fiat können Bitcoin und Ether gekauft werden. Cake* kooperiert dafür mit zwei Unternehmen, Banxa und Transak. Es stehen verschiedene Zahlungsoptionen wie per Kreditkarte, SEPA, Ideal oder Sofort zur Verfügung. Bitcoin, Ether und die anderen Coins wie Bitcoin Cash, Litecoin usw. können ganz einfach von deinen anderen Wallets übertragen werden.

Coins mit Fiat kaufen

Ich habe über den Serviceprovider Banxa Bitcoin gekauft. Da ich die SEPA-Überweisung benutzt habe fielen keine Gebühren an. Die Überweisung hat weniger als 48 Stunden gedauert. Eine Übertragung aus einer anderen Wallet dauert in etwa 30 bis 45 Minuten. Man wird per Email darüber informiert.

Möchte man seine Coins in Fiat umtauschen geht das nicht direkt über Cakedefi*. Entweder schickt man sie zurück auf die Ursprungswallet die eine Auszahlung von Fiat ermöglicht oder im Fall von Defichain meldet man sich bei einer kooperierenden Tauschbörse an. Defichain wird aktuell unter anderen bei Bittrex und KuCoin gehandelt. Ich bin bei KuCoin Kunde und habe dort bereits Defichain in Bitcoin umgewandelt.

Risiken

Die aktuell bei Cakedefi* erzielbaren Renditen sind gigantisch. Hohe Renditen bedeuten aber immer auch Risiko. Dies muss dir bewusst sein bevor du dein Geld hier investierst. Ich möchte folgend auf ein paar Risiken eingehen die ich hauptsächlich sehe. Das schließt weitere Risiken nicht aus.

Not your wallet not your coin

Dies ist einer der bekanntesten Sprüche der Kryptoszene. Es bedeutet nichts anderes, dass wenn du deine Bitcoin, Ether und Co. in eine Custodian-Wallet überträgst die Coins nicht mehr unter deiner Kontrolle sind. Alles beruht hier auf Vertrauen, dass der Verwahrer damit sorgfältig umgeht und ausreichende Sicherheitsmaßnahmen getroffen hat damit dein Coins nicht durch einen Hackerangriff gestohlen werden können.

Cakedefi* ist ein Verwahrer deiner Coins. Gibst du sie ins Liquidity Mining oder Staking verlassen die Coins den Verwahrer. Es besteht hier potentiell ein Risiko durch Angriffe von Außen.

Hier habe ich Null Einblick und kann nur auf die Aussagen von Cakedefi vertrauen, dass größte Sorgfalt getroffen wird. Cake plant außerdem diese Jahr ein Audit durch einen renommierten Auditor um die internen Prozesse zu überprüfen. Ich würde mir für die Zukunft von Cake noch mehr Transparenz hinsichtlich getroffener Maßnahmen wünschen.

Produktrisiko

Unter diesen Punkt möchte ich den sogenannten Impermanent Loss beim Liquidity Mining* ansprechen. Beim Liquidity Mining werden immer Währungspaare einem Pool hinzugefügt. Nun kann es bei stark zueinander schwankenden Kursen passieren, dass die Paarungen angepasst werden müssen. Durch diese Anpassungen können Bruchteile der Währungspaare quasi ins Nirvana verschwinden. Durch die hohen Rewards wird dies aber kompensiert. Liquidity Mining* macht für mich persönlich also nur Sinn wenn die Belohnung groß genug ist.

Plattformrisiko

Was passiert mit der Defichain wenn Cake* pleite geht? Wie Eingangs erwähnt waren Cake und die Blockchain bisher eng miteinander verwoben. Dieses Risiko wurde durch die Gründer und Community erkannt. Es wurden circa 400.000 DFI die zur Defichain Foundation gehörten „geburnt“. Das Ziel ist klar eine vollkommen dezentrale Blockchain zu erhalten. Durch das „verbrennen“ der DFI wird die Mehrheit der Coins nicht mehr durch die Gründer und Cake gehalten. Das schließt aber nicht aus, dass Dr. Julian Hosp und U-Zyn Chua als Gründer selbstverständlich große Mengen an DFI besitzen. Nur halt nicht mehr die Mehrheit.

Zinsrisiko

Was meine ich damit? Nun wir erhalten für unsere Risikofreude Belohnungen. Sind diese garantiert? Beim letzten Community Treffen ist man übereingekommen die Rewards anzupassen. Das sieht dann in Realität so aus, dass die Rewards schrittweise über die nächsten 10 Jahre absinken werden bis alle Defichain* gestaked sind. Damit wird das Zinsrisiko etwas berechenbarer. Im Klartext bedeutet das eine Absenkung von 1,5% circa aller zwei Wochen. Das bedeutet im Umkehrschluss wer jetzt noch von hohen Zinsen profitieren möchte sollte zeitnah investieren. Gleichzeitig möchte ich aber sagen, dass die Zinsen lange Zeit relativ hoch bleiben werden.

Einen positiven Aspekt durch die Absenkung der Rewards sehe ich in der Verknappung. Damit könnte langfristig der Kurs von Defichain steigen.

Meine Strategie

Meine Strategie lässt sich kurz mit dem Begriff Cashflow maximieren umschreiben. Mein Ziel ist es den Cashflow aus meinen Investment maximal zu erhöhen. Dafür habe ich einen großen Teil im Liquidity Mining* investiert. Die erzeugten DFI fließen ins Staking. Zusätzlich nutze ich den Freezer* um hier auch noch ein paar Prozentpunkte an Rendite herauszuholen.

Depotveränderung seit März 2021

Um die Übersicht zu behalten tracke ich mein Depot. Das mache ich übrigens auch für alle anderen meiner Depots. Die ersten Wochen im Februar habe ich noch bissl rum-experimentiert und hier ausgeblendet. Anfang April habe ich Bitcoin im Wert von 500€ eingezahlt und jetzt Anfang Mai Bitcoin im Wert von 1.650€. Ich habe einen Teil in Defichain* umgewandelt und dann die Paarung ins Liquidity Mining gegeben. Zieht man den Zufluss Anfang Mai ab so hat sich mein Depot (Depotwert BTC) seitdem um 12% erhöht. Der Depotwert in Euro ist mir dabei vollkommen egal. Ich glaube an Bitcoin als harte Währung der Zukunft. Die 12% innerhalb von zwei Wochen sind enorm und hauptsächlich auf die zunehmende Stärke des DFI gegenüber dem Bitcoin zurückzuführen.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt wie die nächsten Wochen und Monate werden. Im Laufe der Zeit mit mehr Daten lässt sich dann hoffentlich auch die Zukunft etwas besser prognostizieren.

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Titelfoto von Executium gefunden auf Unsplash


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